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Showing posts from September, 2011

1000

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Etappe 25 : Bourganeuf - Limoges (47,1 km)

8:45 geht es, halbwegs ausgeschlafen nach wie immer bescheidenem Frühstück los. Recht frisch ist es heute morgen, aber so gegen 10:30 wird es ordentlich war. Wenig frequentierte Landstrasse steht auf dem Programm, sehr unspannend, ich vergnüge mich mit Podcasts.


11:07 Es ist geschafft. Nach meiner - sehr unpräzisen Rechnung sollte ich jetzt genau 1000 km hinter mir haben. Kurz danach finde ich ein schattiges Plätzchen an einer Kirche und gönne mir vom nahen Bäcker erstmal 'nen ordentlichen Insulinflash.

14:00 Ich komme Limoges näher, was sich vor allem an der zunehmenden Verkehrsdichte bemerkbar macht. Landschaftlich immer noch Felder und Wiesen, die Tanke hier etwas einfacher gestaltet als das heimische Pendant.

17:30 Ich komme in Limoges an. Die Stadt selbst sehr hügelig, ich quäle mich noch eine Weile mit dem Buggy durch die verwinkelte Fussgängerzone, bis ich das Hotel finde.

Chinesisch zum Abendessen. Wird mir nicht noch mal passieren…

Mal etwas kürzer treten

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Etappe 24 : Ahun - Bourganeuf (31,5 km)

6:30 Der Wecker klingelt, ich habe erstaunlich (im Sinne von einigermassen) gut geschlafen, was nicht dafür sorgt, dass ich mich immer noch schlapp fühle. Ich bleibe noch ein bisschen im Bett liegen, es ist eh noch dunkel, Frühstück habe ich auch heute wieder abgelehnt.


7:45 Der Wagen ist gepackt, ich trinke einen Kaffe in der Bar. Lavazza Espresso, ich bin begeistert. Schnell zum Bäcker Baguette & Croissant kaufen, dann geht's los. Die Etappe heute kurz, aber bergig, ich lasse es langsam angehen.

10:30 Ich mache eine kurze Essenspause in schöner Idylle, dann geht es über verlassene Landstrasse weiter.


11:55 Pontarion, der Ort, den ich für meine Mittagspause vorgesehen hatte, ist recht ausgestorben, also esse ich nur kurz etwas und mache mich auf die letzten 10 Kilometer.

14:30 Bourganeuf, das Etappenziel ist schon erreicht, ein Hotel schnell gefunden, und ich geniesse erstmal, wieder Internet zu haben. Ich ruhe mich ein wenig aus, spazi…

The Docks statt Zombieland

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Etappe 22 : Evaux-les-Bains - Ahun (45,0 km)

6:30 geht der Wecker, ich bin schon fast wach, aber noch nicht so lange. Fortschritt. Ich stehe auf und  stelle fest: Es ist dunkel. WTF? Ach ja, es ist ja irgendwie Ende September, Sommer vorbei und so. Ich muss lachen. Irgendwie ist das an mir vorbei gegangen. Wenn man den ganzen Tag durch strahlenden Sonnenschein mit Temperaturen jenseits der 30 Grad läuft, kommt man kaum auf die Idee, dass es auf den Winter zugeht.

Frühstück (diesmal war's im Zimmerpreis drin) ist wieder enttäuschend. Filterkaffe, Aufbackbrötchen mit Einzelportionsmarmelade, noch nicht mal Käse. Darüber hilft auch das gewohnt gute Croissant nicht weg.

8:07 Ich mache mich auf den Weg. Rekord :-) Die ersten paar hundert Meter geht es steil einen Waldweg hinauf.

8:22 100 Meter höher, ich bin aufgewärmt. Danach erstmal länger steil bergab, und dann ein Tal entlang nach Chambon-Sur-Voueize. Der dortige Supermarkt liefert frisches Brot und Protein (in Form von so etwas wi…

Allez, allez!

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Etappe 21 : Montmarault - Evaux-les-Bains (50,1 km)

6:30 Aufwachen mit Wecker. Wieder sehr bescheiden geschlafen. Leider keine Idee, woran das liegt, aber ich wache immer zwischen 2 und 3 auf und danach wälze ich mich nur noch im Bett. Was dem Befinden und der Performance nicht wirklich zuträglich ist. Ich döse noch ein Stündchen weiter, dann duschen und packen. Eigentlich sollte das schnell gehen, aber mein SPOT möchte neue Batterien, also den ganzen Wagen noch mal abgepackt, Batterien gesucht, wieder gepackt.


Um 8:20 geht es endlich los, lange Etappe heute. Es ist so um die 15 Grad und leicht bewölkt. Frühstück gibt's heute beim Bäcker, Hotelfrühstück werde ich einschränken, das lohnt meistens nicht und kostet Zeit. Leider hat sich noch nicht bis Frankreich rumgesprochen, dass man mit 'nen Espresso zu 1,50 mehr verdient als 'nem Croissant für 85 Cent. Kaffe gibt's also nicht. Croissant, Cola (meine erste in 3 Tagen ;-) und weiter geht's.

10:00 Ich eiere so vor mi…

Mehr Hitze, mehr Hügel

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Etappe 20 Moulins - Montmarault (46,7 km)

7:00 Aufstehen, Wagen umpacken. Ein Ergebnis meiner gestrigen Reflektion ist, die Taschen nicht thematisch zu packen, sondern eine Tasche für den täglichen Gebrauch zusammenzustellen, so dass ich nicht jeden Morgen 20 Minuten packen muss. Frühstück ist schlecht, ich glaube, dass lasse ich zukünftig sein.


8:30 Ich mache mich auf den Weg. Das Industriegebiet, gestern noch ausgestorben, ist heute morgen stark  befahren, ich kämpfe mich durch die Rushhour. Ab dem Stadtrand wird es ruhig. Und hügelig.

11:50 Ich finde einen malerischen See, der ideale Ort für meine Mittagspause. Die fällt entsprechend ausgedehnt aus. Salat, Baguette, Pudding, ein wenig hinlegen und die Augen schliessen. Nach einer knappen Stunde geht es weiter.

17:40 Ich komme in Montmarault an, die Hotelsuche ist recht einfach, es gibt genau eins und das ist schlecht. Alle anderen Gäste sind mit Fahrzeugen angereist, die gute 40 Tonnen mehr wiegen als mein Buggy. Internetverbindung…

Weltrekordsonntag

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Etappe 19 Bourbon-Lancy - Moulins (37,4 km)

8:30 Aufstehen, frühstücken, packen, dauert alles wieder viel zu lange, ich komme - wie meistens erst kurz vor 10 los. Es ist diesig und noch kühl, aber das wird sich schnell ändern. Ich verlasse Bourbon-Lancy auf einem gut ausgebauten Radweg, der ungefähr noch 1km bis zur Ortsgrenze geht. Danach Landstrasse, die laut Karte vielbefahren ist. Heute nicht. Sonntag eben. Kurz darauf quere ich die Loire und verlasse damit auch das Burgund und begebe mich in die Auvergne.

12:00 Die Sonne brennt inzwischen ordentlich, strahlend blauer Himmel, knapp unter 40 Grad. Davon ist in der Wettervorhersage natürlich nichts zu sehen, dort gibt es Schatten, hier nicht, und ich merke, dass ich inzwischen doch ein ganzes Stück weiter im Süden bin.

13:50 Ich finde ein kleines Stück Schatten in einem Waldweg, nutze ihn zu einer kurzen Pause. Brot mit Olivenpaste, dazu Datteln und O-Schorle.

15:30 Ich komme in die Aussenbezirke von Moulins, interessant wie sich hi…

Pause am See

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Eigentlich wollte ich noch einen Tag nach Moulins weiterlaufen - grössere Stadt, mehr Möglichkeiten - aber mein Hotel hier ist so gut - ruhig, direkt an einem See gelegen, Supermarkt um die Ecke - dass ich mich entschliesse, hier zu bleiben. Ausserdem ist morgen Sonntag, da ist eh alles geschlossen.

Morgens Wäsche waschen, mit der Hand, dann ein wenig in die Stadt spazieren gehen. Mittagessen in einer kleinen Pizzaria. Schinken und Salami mit Tomaten und Essiggurken als Antipasti-Teller, dann schön langsam gerillter Hähnchenschenkel (Messer hier völlig unnötig) mit grünen Bohnen. Dazu 1/4 Wein und Wasser. Zum Nachtisch Creme Brûlée und einen Espresso. Das war das Tagesgericht zu 14,50 Euronen. Ja, mit Getränken. Andere Welt.

Nachmittags ordentlich ratzen, dann Salat und Baguette zum Abendessen wie gestern. Sehr erholsam.

Resumé der dritten Woche: 254,5 km, +2438, -2386 Höhenmeter

Over the hills, not far away

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Etappe 19: Gueugnon - Bourbon-Lyon (27,8 km, gesamt 775,2 km, +329 m -348 m)

9:20 Heute ist wieder kurze Etappe, entsprechend faul lasse ich es angehen. Das Frühstück ist nicht so gut, was mich ein wenig verwundert  ist, dass das Restaurant recht voll ist. Hauptsächlich mit den selben Locals, die gestern Abend auch da waren. Die trinken auch ungefähr die selben Getränke. Morgens halb 10 in Frankreich. Zeit für ne Halbe.

Dann noch mal ins Bett legen und lesen. So um 10:30 mache ich mich auf den Weg. Wieder wolkenlos und heiss.


Die Zeiten des Kanals sind vorbei, heute geht es der Landstrasse entlang. Aber kein Problem, zum einen ist kaum Verkehr, zum anderen haben funktioniert das hier mit dem Ausweichen recht gut. Die Landschaft wieder recht hügelig. Mittags mache ich den Fehler und nehme eine Abkürzung, hätte ich mal besser in Google Earth geschat, hätte ich sicher gemerkt, dass es sich um einen Feldweg handelt. Ich eiere also eine Weile dahin, bevor ich zur Strasse zurückkehre. Zumi…

Sushi, Bullen, Fritten

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Etappe 18: Montchanin - Gueugnon (44,7 km)

Irgendwie bin ich heute am Sack. Obwohl ich recht gut geschlafen habe, ist heute gar keine Motivation da. Vielleicht ist das der Nachtrag der Coissey-Etappe. Ich mache mich schleppend auf den Weg, es ist bewölkt nicht zu warm, eigentlich perfekte Bedingungen.


Erst geht es eine Weile den Kanal entlang, dann durch Montceau-les-Mines. Ich komme an einem Supermarkt vorbei, kaufe abgepacktes Sushi, Olivenpaste und Orangensaft. Das Sushi schmeckt grausam - ja, das war mir eigentlich vorher klar - aber scheinbar hilft die Überdosis Salz im Shoyu, danach fühle ich mich ein wenig besser.


Nachmittags wird es hüglig, es geht wenig befahrenen Landstrassen entlang. Bei meiner nächsten Pause stelle ich fest, dass mein Salat wohl den Zenit überschritten hat. Dafür gibt es Baguette mit Olivenpaste - was meine neue Geheimwaffe für's Laufen wird.

Zwischendrin muss ich ein kurzes Stück stark befahrene Strasse laufen. Kein Problem, die Strasse ist breit genu…

Geburtstagsetappe

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Etappe 17: Chalon-sur-Saône - Montchanin (35,2 km)


Nette Bergetappe heute, ein wenig durch die malerischen Weinberge des Burgund, knappe 600 HM, aber alles im lockeren Bereich. Zuwenig getrunken, ich bin abends eher platt. Gutes Abendessen und früh in die Heia.



Danke für all die Geburtstagsgrüsse. Oder besser gesagt, danke für all die Anfeuerung anlässlich meines Geburtstages; ich habe mich sehr gefreut.

Business as usual

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Etappe 16: Seurre - Chalon-sur-Saône (ca. 34 km)

Heute wache ich das erste Mal seit langem ausgeschlafen auf. Die Dame an der Rezeption fragt mich, ob ich frühstücken möchte, ich bejahe. "Hier ist die Kaffemaschine, dort gibt es Teller, hier sind Butter und Marmelade, viel Spass". Ich spare mir die Frage, wo ich die Spüle finde. Dann geht es los.


Den Kanal habe ich verlassen, um etwas mehr Strecke zu machen, kürze ich ab. Der Himmel blau, keine Wolke, entsprechend warm ist es. Es geht den ganzen Tag durchs Nichts. Zwischendrinn eine gesperrte Brücke, kostet mich fast 40 Minuten, egal es ist schön hier. Mittags ein grösserer Ort mit Bäcker, ich mache Pause, bis seine Mittagspause vorbei ist, dann bekomme ich frisches Brot und Wasser (Und eine Dose Cherry Coke als besonderer Treat für den Tag).

Dann weiter nach Chalon-Sur-Saone. Von der Stadt sehe ich wenig, das Hotel, wie meistens, an der Ausfallstrasse, die mit Basecamp geplante Route geht nur durch Industriegebiet. Egal, ei…

Wilde Gestalten

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Etappe 15: Choisey - Seurre (38,4 km)

Ok, ok, ich hab's gerafft. Kein Wettkampf. 60km geht nicht. Oder besser, es geht schon, aber dann ist es eben ein Wettkampf und der Preis ist recht hoch. Also, ab sofort: Gelaufen wird nur noch bis 18:00, danach nur noch Suche nach Unterkunft. Nicht so sehr auf im Voraus gebuchte Hotels verlassen, zur Not campen.


Die Vorsätze sind gut, aber heute morgen bin ich trotzdem erstmal platt. Frühstück so kurz vor 10, damit ich noch was kriege, danach packen und völlig demotiviert auf den Weg.

Erster Programmpunkt: Supermarkt, Proviant kaufen. Damit fertig, werde ich erstmal abgeduscht, aber es ist inzwischen 11:30 und irgendwann muss ich mich mal auf den Weg machen, also Augen zu und durch. Es geht erst ein Stück am Kanal entlang, danach wird über die Landstrasse abgekürzt. Mittags klart es auf, aber richtig heiss wird es zum Glück nicht.


Über völlig leere Strassen geht es weiter nach Westen, so langsam fühle ich mich auch besser. Am Nachmittag sieht…

Eine viel zu lange Etappe

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Etappe 14: Bisanz - Choisey (63,5 km)

9:30 Bisanz bietet mir auch heute Grau-In-Grau. Immer wieder regnet es ein kleines bisschen, aber nicht so richtig. Schon kurz nach dem Start merke ich, dass heute irgendwie verdammt viele Jogger unterwegs sind. Ein paar Minuten später folgt die Erklärung. Heute gibt es hier eine Laufveranstaltung "Ganz Bisanz läuft", mit zahlreichen Läufen von ein paar hundert Metern bis zum Halbmarathon. Für einen Moment zögere ich, dann kriege ich meine Prioritäten auf die Reihe und laufe weiter. Dennoch verläuft ein Teil der Laufstrecke des Marathons auf meinem Weg, so dass ich ein paar Kilometer mitjogge. Geht eigentlich ganz gut.

Danach bin ich wieder weitgehend alleine, immer dem Kanal und EV6 entlang. Es ist Sonntag, daher begegnen mir ab und zu kleinere Gruppen von Fahrradfahrern. Gegen Mittag klart es auf und wird sogar wieder recht warm. Schon am frühen Nachmittag merke ich, dass ich mit der Zeit nicht hinkomme. Eigentlich bräuchte ich dringen…

Pause

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Pause in Bisanz.

Essen, Einkaufen, Essen, Waschen, Essen, Schlafen, Essen.... Ausruhen, kein Touristenprogramm, der Ruhetag soll wirklich genau das bewirken, was der Name suggeriert.

Resumé der zweiten Woche: 215,1 km, +1619, -1516 Höhenmeter


Am Nachmittag mache ich mich noch mal in die sehr schöne Altstadt. Leider ist alles Grau in Grau heute, aber wenigstens trocken. Den Regen kriege ich morgen. Ich finde eine grosse Buchhandlung und kaufe für den nächsten Teil der Reise Radkarten. Danach Routenplanung bei einem guten französischen Bier.

Abendessen im Hotel, ein wenig teurer als in D, aber grandios. Man muss den Galliern schon lassen, vom Essen verstehn sie was.

In Frankreich angekommen

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Etappe 13: Baume-les-Dames - Bisanz (32,8 km)


7:30 Früh wache ich auf, im Zelt ist es halt nicht so bequem. Zusammenpacken dauert ein bisschen, alles ist vom Tau feucht. Gegen 8:30 - der Bäcker kam, entgegen den Versprechungen von gestern nicht mit seinem Wagen vorbei - breche ich auf. Es ist anfangs kühl, aber mit wolkenlosem Himmel und Windstille bleibt das nicht lange so.


12:00 Schleppend geht es heute, die Anstrengung von gestern und das Schlafen im Zelt fordern ihren Preis, so richtig motiviert bin ich nicht. Das scheint aber bei den leichteren Etappen zum Programm zu werden. Kurz Espresso an einem Rastplatz, dann noch ein wenig am Kanal entlang. Irgendwo passiere ich die 500km Marke, aber das merke ich erst abends im Hotel.

14:00 Die letzten 8km geht es noch mal über die zweispurig ausgebaute Hauptstrasse und über einen grossen Hügel. Sehr angenehm fällt hier auf, dass die Franzosen nicht so oberlehrerhaft sind wie die deutschen Autofahrer.

15:40 Ankunft in Bisanz, diesmal ein g…

Ins Blaue

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Etappe 12: Mömpelgard - Baume-les-Dames (57,2 km)

07:20 Endlich ausgeschlafen, ich packe schnell zusammen und mach mich recht früh auf den Weg, noch vor Neun, also vor der Rush Hour. Es geht immer weiter am Kanal entlang, irgendwo gibt es eine Baustelle mit Umleitung, wofür ich jedoch mit einer prächtig geschmückten Brücke entlohnt werde.


Der ganze Tag bleibt flach, mein Bein einigermassen OK, so dass ich immer wieder kleine Laufpassagen einlegen kann. Temperatur gut, kaum Wind, es geht voran.

Ein Kleinod auf dem Weg. Der linke Weg auf dem Photo ist der Rad weg, das rechts ist eine Sackgasse und die Brücke wurde (u.a. von meinem Steuergeld) dafür gebaut, damit die Schafe des Bauern links auf die Weide rechts laufen können.  Kein Ding, gerne doch.



17:15 Gegen Abend gibt es noch ein paar Höhenmeter, durch Maisfelder und winzige Ortschaften - eigentlich eher Siedlungen von 4-5 Höfen - geht es dem Abendrot entgegen.


19:40 Baume-les-Dames empfängt ich mit einem wunderschönen Panorama bei e…

Stefan gegen die Vorurteile

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Etappe 11: Altmünsterol - Mömpelgard (25,7 km)

05:15 Die ersten Türen beginnen zu schlagen; nicht, dass es nachts wirklich ruhig gewesen wäre. Warum muss ich auch im einzigen Ort in Frankreich landen, wo die Menschen morgens arbeiten müssen. Wahrscheinlich Gastarbeiter. Im Halbschlaf wälze ich mich noch ein wenig, gegen sieben stehe ich auf.


9:10 Zurück am Bahnhof in Beffert, Proviant habe ich schon in einem kleinen Supermarkt gekauft. Den Zug zurück nach Altmünsterol habe ich gerade verpasst, gestern Abend fuhren die Züge noch alle 15 Minuten, jetzt muss ich eine Stunde warten. Ich nutze die Zeit, einen Kaffee zu trinken. Ich fühle mich bescheiden, bin völlig übersäuert. Ob das an meinem bisher so tollen Frankreicherlebnis oder an dem erstklassigen Abendessen liegt, weiss ich nicht, wahrscheinlich an beidem. Also beides ändern. Proviant ist schon gekauft, die Perspektive muss sich noch verschieben. Das wird sicherlich nicht auf ein Mal gehen, aber ich werde es versuchen.


10:30 Zurück…