Nachschlag

Etappe 49: Aviles - Ballota (48,1 km)


10:00 Bei halbwegs passablem Wetter geht es los, heute ist die längste Etappe der Woche. Und eine, die ich schnellstmöglich wieder vergessen möchte. Das mit dem passablen Wetter hält nicht lange, schon bald setzt der Regen ein. Und wird immer stärker. Dazu kommen Berge und Wind.

Was das Vorwärtskommen hier zusätzlich schwierig macht, ist, dass die Nationalstrasse hier zu Autobahn ausgebaut wird. Mal hier ein Stück, mal da ein Stück. Und die Autobahnabschnitte sind natürlich für Fussgänger gesperrt. Dieser Ausbau ist ein Teilen so neu, dass nicht einmal die Beschilderung schlüssig ist. Irgendwo mitten auf der Strasse kommt ein Schild: Für Fussgänger verboten. Keine Kreuzung, keine Abzweigung. Einfach: Hier geht's nicht weiter. Das wird bestimmt in der nächsten Pilgersaison sehr lustig, wenn ungefähr kein Pilgerführer mehr stimmt. Und die Umwege sind signifikant. Bei den normalen Pilgeretappen durchaus 25% und mehr.

19:00 Nass, kalt und müde komme ich am Hotel an. Das Hotel ist leer und verschlossen, die Rezeption 200m weiter in einer Kombination aus Bar, Restaurant, Lottoannahme. Der einzige Ort in im ganzen Dorf, wo Licht brennt. Aber ich werde freundlich empfangen, bekomme den Schlüssel zu Hotel und Zimmer. Lange Dusche, dann Abendessen. Das ist erstaunlich gut. Was ein bisschen irritiert, ist, dass es in dem Restaurant 68 Sitzplätze gibt. Glaube nicht, dass das Dorf so viele Einwohner hat. Heute bin ich jedenfalls der einzige Gast.

22:00 Schlafen.




Comments